Amsterdam Kanäle

Amsterdam ist die wasserreichste Stadt der Welt.
Ihre Kanäle und Häfen füllen ein Viertel ihrer Fläche
Ihre Wasserwege waren schon immer ihr Kernstück und die Quelle ihres Reichtums

Der Kanalgürtel aus dem 17. Jahrhundert wurde 2011 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen und das mittelalterliche Zentrum der Stadt (das Rotlichtviertel) wird gerade im Rahmen des Project 1012 aufwendig restauriert. Der Name des Projekts stammt von der Postleitzahl dieses Teils der Stadt. Das Projekt zielt darauf ab, die Prostitution um mindestens 30% zu senken und historische Merkmale des ältesten Teils von Amsterdam hervorzuheben.

Amsterdam Grachtenrundfahrten

Eine Grachtenrundfahrt in Amsterdam ist wahrscheinlich die berühmteste Touristenattraktion im ganzen Land. Eine vielfältige Flotte von ungefähr 200 Booten transportiert jährlich mehr als 3 Millionen Passagiere und bietet eine Version auf dem Wasser von nahezu jeder Form von Unterhaltung, die es in Amsterdam gibt.

Nehmen Sie teil an einer Amsterdam Grachtenrundfahrt und genießen Sie die Sehenswürdigkeiten vom Boot aus.

Die ältesten Kanäle der Stadt – das Rotlichtviertel

Amsterdam ist die einzige antike Stadt in der Welt, in der das mittelalterliche Zentrum kein Museum, sondern ein Rotlichtviertel ist. Schon im Mittelalter entstanden Kneipen rund um die ersten Häfen in der Stadt. Die ersten Bordelle wurden hier im 15. Jahrhundert eröffnet, vor allem in der Warmoesstraat und den umliegenden Gassen. Aber entlang der ersten Kanäle in der Gegend gründeten Händler und Regenten ihren Wohnsitz. Neben vielen anderen berühmten Bewohnern des ältesten Kanals der Stadt hat auch der niederländische Nationalheld aus dem 17. Jahrhundert, Admiral Maarten Hapertsz Tromp, hier gelebt.

Das Foto seines Hauses zeigt, dass heute ein Sex-Unternehmen hier ein Geschäft eröffnet hat. Dies symbolisiert die dualistische Natur dieser Gegend, die von den ältesten und schönsten Kanälen durchzogen wird. Das Stadtprojekt “1012” will die Prostitution in der Gegend zu senken und die historische Bedeutung dieser Kanäle hervorheben. Aus diesem Grund finden Sie auf dieser Seite eine Beschreibung einer Schiffsfahrt durch das mittelalterliche Amsterdam. Zum ersten Mal in der hundertjährigen Geschichte der Grachtenrundfahrten in Amsterdam ist es jetzt möglich, ein Ticket für eine regelmäßig verkehrende Kreuzfahrt auf den ältesten und schönsten Kanälen in Amsterdam zu kaufen. Das neue Unternehmen Friendship Cruise hat das möglich gemacht.

Herengracht (Herrenkanal)

Der Herrenkanal gilt als einer der wichtigsten Kanäle in Amsterdam. Im 17. Jahrhundert wohnten die reichsten Händler, Bürgermeister und die einflussreichsten Regenten an diesem Kanal. Eine Adresse am Herrenkanal ist immer noch sehr hoch angesehen. Die offizielle Residenz des Bürgermeisters von Amsterdam befindet sich an diesem Kanal in Nr. 502.

Keizersgracht (Kaiserkanal)

Der Kaiserkanal ist der mittlere der drei Hauptkanäle der Stadt. Er wurde nach Kaiser Maximilian von Österreich benannt. Der Kanal ist 31 Meter breit, was ihn zum breitesten Kanal im Stadtzentrum macht. Die Aushebung des Kanals begann im Jahre 1612, zur gleichen Zeit wie der Herren- und der Prinzenkanal. Ursprünglich war hier ein breiter Boulevard ohne Wasser geplant, aber die zukünftigen Bewohner wollten einen Kanal vor ihren Häusern, um ihr zuhause per Boot erreichen zu können.

Prinsengracht (Prinzenkanal)

Der Prinzenkanal ist der dritte und äußerste der drei Hauptkanäle von Amsterdam. Zusammen bilden diese drei Kanäle die „Vierte Ausgabe“ der Stadt, eine Ausweitungsprojekt, das 1612 gestartet und 50 Jahre später vollendet wurde. Es machte die Stadt viermal größer als sie es zu Beginn des Projekts gewesen war. Während des 17. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung der Stadt von 50.000 auf 200.000, was Amsterdam zur drittgrößten Stadt der Welt nach London und Paris machte. 2009 wurde der Kanalgürtel Teil der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Die Geschichte der Grachten

Die Stadt wurde um 1250 durch den Bau des Damms, der ihr den Namen gab, gegründet. „Aeme Stelle Redamme“ bedeutet in mittelalterlichem niederländisch “Damm in einer wasserreichen Gegend”. Die ersten Kanäle wurden zur Wasserversorgung und Verteidigung ausgehoben. Als die Stadt sich im Mittelalter ausdehnte, endeten die Stadtgräben innerhalb der Stadtmauern und verloren ihre Funktion. Aber sie bekamen eine wichtige neue Funktion: lokaler Warentransport.
Der Damm ist noch immer das Herzstück der Stadt. Aber heute ist diese frühere Grenze zwischen der Amstel und dem „Zuiderzee“ einer der wenigen Orte im Stadtzentrum, den sie nicht mit einem Boot erreichen können. Das letzte Stück des Flusses, das zum Damm führte, fiel 1922 dem Landverkehr zum Opfer. Die Straße, die dort gebaut wurde, heißt noch heute „Damrak“, was niederländisch ist für: „Letzter Teil des Flusses, der zum Damm führt“. Heute wird eine U-Bahn-Linie im alten Flussbett gebaut.